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Inwieweit muss man MBA-Rankings kritisch lesen?

Montag, Juni 9th, 2008

Das postgraduale generalistische Managementstudium Master of Business Administration, auch MBA genannt, soll zur Übernahme wichtiger Funktionen des Managements führen.

Wie in vielen Bereichen üblich, werden auch im Bereich der Hochschulen Ranglisten erstellt. Diese werden zum Teil von Medien, wie beispielsweise der Financial Times, erstellt.

Für diese Listen werden verschiedene Kriterien ausgegeben, die bei der Bewertung berücksichtigt werden sollen. Diese Kriterien können sich je nach Quelle stark unterscheiden.

Genau wegen dieser Thematik sind die MBA-Rankings vorsichtig zu interpretieren. Zum Beispiel befragt die Financial Times, die als kritisch eingestuft wird, nicht nur Business Schools, sondern auch Studenten und Arbeitgeber. Neben Studenten werden dagegen von der Business Week auch Personalvermittler befragt.

Bei der Gesamtnote der Business Week wird wiederum mit einem Anteil von 10 % an der Gesamtnote Wert darauf gelegt, wie viel Fachartikel von den Professoren veröffentlicht wurden.

Der Einkommensentwicklung kommt als Kriterium eine ebenso hohe Bedeutung zu. Junge Studenten machen mit unter einen erheblicheren Sprung in der Einkommensentwicklung als bereits berufserfahrenere Studenten. So können zwischen den MBA-Schulen, die sich an junge Hochschulabsolventen wenden, und den MBA-Schulen, die sich an berufserfahrene Studenten wenden, weitere Unterschiede in den MBA-Rankings auftreten.

Ein weiteres Kriterium kann sein, dass bei den Rankings die Zahl der Absolventen berücksichtigt wird, die bereits nach einem Vierteljahr einen festen Arbeitsplatz hatten.

Durch die vielen verschiedenen Kriterien bei der Erstellung der MBA-Rankings kommt so ein einheitliches Bild nicht zustande. Die Rankings können zwar eine Hilfe bei der Wahl des richtigen Anbieters für das eigene MBA Studium sein; ein angehender Student sollte sie aber sehr kritisch prüfen.

MBA Rankings - welche sind relevant?

Donnerstag, März 20th, 2008

Unterschiede in der Evaluierung der Qualität von MBA (Master of Business Administration) Programmen sind ähnlich groß wie die Unterschiede der Programme selbst. Grundsätzlich sollen MBA-Rankings, die Wahl eines geeigneten MBA Programms durch die Beschreibung, Bewertung und Rangordnung verschiedener Kernkriterien des Studiengangs vereinfachen, die dafür verwendeten Methoden sind allerdings vielfältig und ihre Struktur vielfach diskutiert.

Auflistung international renommierter MBA Rankings:

Die meisten MBA-Rankings stammen, wie die meisten MBA-Programme, aus den USA. Publiziert werden sie zumeist von US Wirtschaftszeitungen. Namhafte Beispiele sind die Rankings von:

– Business Week
– Wall Street Journal
– Financial Times
– Forbes Magazine

Das Business Week Ranking:

Das Ranking der Business Week ist eins der am meisten beachteten und gleichzeitig eins der ältesten. Die Business Week Redaktion bewertet seit 1988 in Abständen von zwei Jahren. Die zentralen Kriterien welche in die Bewertung einfließen sind:

– Zufriedenheit der Studenten
– Zufriedenheit der Einsteller mit den Studenten
– Aufbau von intellektuellem Kapital

Dabei sind die beiden Zufriedenheitskomponenten deutlich übergewichtet (jeweils 45%) und der Aufbau von intellektuellem Kapital, gemessen an relevanten Publikationen des Absolventen, fliesst nur mit 10% ein.

Wall Street Journal Ranking:

Das Wall Street Journal Ranking erscheint jährlich und bewertet charakteristischerweise ausschliesslich auf der Grundlage von Bewertungen, die Personaleinsteller über ihre Erfahrungen mit Absolventen der jeweiligen Business School gemacht haben. Die zwei Kriterien, welche die Bewertung ergeben sind, ob das Unternehmen bereits Absolventen der jeweiligen Business School eingestellt hat und ob es das auch in Zukunft vor hat.

Financial Times Ranking:

Einen anderen Ansatz verfolgt die Financial Times. Ihre Methode errechnet die Qualität einer Business School aus vier Kriterien, nämlich dem durchschnittlichen Gehalt nach Einstellung, dem Gehaltszuwachs nach Besuch des MBA Programms, der Einstellungsrate und einem Faktor, der akademische Forschung mit einbezieht.

Forbes Magazine Ranking:

Forbes gibt sein Ranking alle zwei Jahre heraus und vertritt einen auf Return on Investment (RoI) basierten Ansatz, welcher die Kosten des MBA in Verhältnis zu dem dadurch erreichten Karrierefortschritt setzt. Das Forbes Ranking existiert seit 1999 und wurde zuletzt 2005 veröffentlicht.