Archive for Juni, 2008

Welche MBA-Anbieter sind in Nordamerika top?

Montag, Juni 30th, 2008

In Nordamerika bieten zahlreiche Universitäten und eigenständige Business Schools verschiedene Studiengänge zum Master of Business Administration (MBA) an. Die Ausrichtung erfolgt hauptsächlich im Bereich des “General Management” und “Finance” (ca. 55% aller Abschlüsse).

Internationale MBA Rankinglisten sind oft subjektiv, da sie nach unterschiedlichen Kriterien bewerten. Sie eignen sich aber gut für eine erste Orientierung über das unübersichtliche Angebot an MBA-Programmen.

Die nordamerikanischen Hochschulen belegen in verschiedenen internationalen und nationalen Rankings (u.a der “Financial Times”) seit vielen Jahren die vorderen Plätze. Sie stehen für Qualität in der Ausbildung und – nach erfolgreichem Abschluss sehr gute Chancen in weltweit operierenden Unternehmen.

Die Teilnehmer der MBA Programme an den Top Hochschulen Nordamerikas durchlaufen ein strenges Auswahlverfahren und weisen im Durchschnitt eine Berufserfahrung von mindestens vier Jahren nach. Zwischen 20% und 40% der Absolventen kommen bereits aus dem Ausland.

Die ersten Plätze der internationalen Rankings nehmen die Wharton Business School (Philadelphia University), die Columbia University und die GSB der Chicago University ein. Weitere Einrichtungen mit empfehlenswerten MBA-Programmen sind die u.a. Kellogg School of Business, die Tuck Business School, die Stanford University und die Stern Business School in New York.

Die Absolventen dieser MBA Studiengänge erhalten eine erstklassige Unterstützung und Betreuung ihrer Hochschule bei der Stellensuche. Amerikanische und asiatische Unternehmen rekrutieren oft während des Studiums, so dass ca. 40% der Absolventen schon vor Ende des Studiums ernsthafte Angebote für den Einstieg in das internationale Management erhalten.

Etwa 4/5 der Studienabgänger nordamerikanischer MBA Programme verbleiben auf dem Kontinent oder nehmen Positionen im asiatischen Raum an. Unternehmen aus Europa rekrutieren häufiger an Universitäten oder Business Schools auf dem eigenen Kontinent.

Inwieweit muss man MBA-Rankings kritisch lesen?

Montag, Juni 9th, 2008

Das postgraduale generalistische Managementstudium Master of Business Administration, auch MBA genannt, soll zur Übernahme wichtiger Funktionen des Managements führen.

Wie in vielen Bereichen üblich, werden auch im Bereich der Hochschulen Ranglisten erstellt. Diese werden zum Teil von Medien, wie beispielsweise der Financial Times, erstellt.

Für diese Listen werden verschiedene Kriterien ausgegeben, die bei der Bewertung berücksichtigt werden sollen. Diese Kriterien können sich je nach Quelle stark unterscheiden.

Genau wegen dieser Thematik sind die MBA-Rankings vorsichtig zu interpretieren. Zum Beispiel befragt die Financial Times, die als kritisch eingestuft wird, nicht nur Business Schools, sondern auch Studenten und Arbeitgeber. Neben Studenten werden dagegen von der Business Week auch Personalvermittler befragt.

Bei der Gesamtnote der Business Week wird wiederum mit einem Anteil von 10 % an der Gesamtnote Wert darauf gelegt, wie viel Fachartikel von den Professoren veröffentlicht wurden.

Der Einkommensentwicklung kommt als Kriterium eine ebenso hohe Bedeutung zu. Junge Studenten machen mit unter einen erheblicheren Sprung in der Einkommensentwicklung als bereits berufserfahrenere Studenten. So können zwischen den MBA-Schulen, die sich an junge Hochschulabsolventen wenden, und den MBA-Schulen, die sich an berufserfahrene Studenten wenden, weitere Unterschiede in den MBA-Rankings auftreten.

Ein weiteres Kriterium kann sein, dass bei den Rankings die Zahl der Absolventen berücksichtigt wird, die bereits nach einem Vierteljahr einen festen Arbeitsplatz hatten.

Durch die vielen verschiedenen Kriterien bei der Erstellung der MBA-Rankings kommt so ein einheitliches Bild nicht zustande. Die Rankings können zwar eine Hilfe bei der Wahl des richtigen Anbieters für das eigene MBA Studium sein; ein angehender Student sollte sie aber sehr kritisch prüfen.