Archive for März, 2008

MBA Studium in den USA / Vereinigten Staaten

Sonntag, März 30th, 2008

Was ist ein MBA Studium?

Die Abkürzung MBA steht für Master of Business Administration und ist eine Spezialisierungsmaßnahme, welche sich in der Regel an Berufstätige richtet. Bei einem MBA Studium werden die Bereiche Mikro- und Makroökonomie, Rechnungswesen, Finanzwirtschaft, Produktion, Logistik, Marketing und Personalwirtschaft abgedeckt, wobei das Ziel des Studiums eine generalistische und internationale Ausbildung darstellt, welche v.a. die folgenden Kenntnisse vermitteln soll:

- systematische Problemanalyse
- systematische Problemidentifizierung
- Entscheidungsfindung
- Entscheidungsumsetzung
- Erarbeitung von Organisationskonzepten
- Entwicklung von Unternehmensstrategien
- Führungstechniken
- Verhandlungstechniken
- Teamarbeit
- Kommunikation
- Präsentation

Das MBA Studium ist in der Regel zweigeteilt, wobei die erste Studienhälfte mit Pflichtkursen belegt ist, während die zweite Hälfte sich auf diverse Wahlfächer und Möglichkeiten der Spezialisierung bezieht. Zwischen den beiden Studiumshälften wird den Studenten teilweise die Möglichkeit aufgetan Praktika zu absolvieren, wobei die Länge der beiden Studienhälften je nach Anbieter extrem stark variieren kann.

Die verschiedenen Programmformen beim MBA Studium

Zweijähriges MBA Studium

Das zweijährige MBA Studium gilt als Klassiker und ist in den USA die Standartform des Studiums. In den meisten Fällen sieht die Sommerpause während des Studiums ein Praktikum vor.

Einjähriges MBA Studium

Das Einjährige MBA Studium ist die verkürzte Form des Studiums und ist weniger umfangreich. Der Pflichtteil des Studiums wird in einem Crashkurs absolviert und auf ein Praktikum wird in den meisten Fällen verzichtet.

Junior MBA Studium

Diese Form des MBA Studiums sieht keine Berufserfahrung vor und dient zur Vorbereitung des Erststudiums.

Das Executive MBA Studium

Das Executive MBA Studium ist eine akademische Zusatzausbildung, welche berufsbegleitend in Form einer Abendschule absolviert wird.

Firmen Programme

Durch die Teilnahme von mehreren verschiedenen Firmen wird hierbei die Diskussionsbreite im Unterrichtsgeschehen garantiert.

Fernstudium

Wer sein MBA Studium in Form eines Fernstudiums absolviert ist zwar sehr flexibel, hat aber u.U. das Problem der Anerkennung seines Studiums - siehe auch hier zum MBA Fernstudium.

Kosten eines MBA Studiums

Die Kosten für ein MBA Studium belaufen sich in den meisten Fällen auf einen Betrag zwischen 22.000 USD und 55.000 USD, wobei die Gebühren von den Studenten in der Regel selbst getragen werden. Ein sogenannter Bildungskredit kann als zinsgünstiges Darlehen für die Finanzierung genutzt werden.

MBA Rankings - welche sind relevant?

Donnerstag, März 20th, 2008

Unterschiede in der Evaluierung der Qualität von MBA (Master of Business Administration) Programmen sind ähnlich groß wie die Unterschiede der Programme selbst. Grundsätzlich sollen MBA-Rankings, die Wahl eines geeigneten MBA Programms durch die Beschreibung, Bewertung und Rangordnung verschiedener Kernkriterien des Studiengangs vereinfachen, die dafür verwendeten Methoden sind allerdings vielfältig und ihre Struktur vielfach diskutiert.

Auflistung international renommierter MBA Rankings:

Die meisten MBA-Rankings stammen, wie die meisten MBA-Programme, aus den USA. Publiziert werden sie zumeist von US Wirtschaftszeitungen. Namhafte Beispiele sind die Rankings von:

– Business Week
– Wall Street Journal
– Financial Times
– Forbes Magazine

Das Business Week Ranking:

Das Ranking der Business Week ist eins der am meisten beachteten und gleichzeitig eins der ältesten. Die Business Week Redaktion bewertet seit 1988 in Abständen von zwei Jahren. Die zentralen Kriterien welche in die Bewertung einfließen sind:

– Zufriedenheit der Studenten
– Zufriedenheit der Einsteller mit den Studenten
– Aufbau von intellektuellem Kapital

Dabei sind die beiden Zufriedenheitskomponenten deutlich übergewichtet (jeweils 45%) und der Aufbau von intellektuellem Kapital, gemessen an relevanten Publikationen des Absolventen, fliesst nur mit 10% ein.

Wall Street Journal Ranking:

Das Wall Street Journal Ranking erscheint jährlich und bewertet charakteristischerweise ausschliesslich auf der Grundlage von Bewertungen, die Personaleinsteller über ihre Erfahrungen mit Absolventen der jeweiligen Business School gemacht haben. Die zwei Kriterien, welche die Bewertung ergeben sind, ob das Unternehmen bereits Absolventen der jeweiligen Business School eingestellt hat und ob es das auch in Zukunft vor hat.

Financial Times Ranking:

Einen anderen Ansatz verfolgt die Financial Times. Ihre Methode errechnet die Qualität einer Business School aus vier Kriterien, nämlich dem durchschnittlichen Gehalt nach Einstellung, dem Gehaltszuwachs nach Besuch des MBA Programms, der Einstellungsrate und einem Faktor, der akademische Forschung mit einbezieht.

Forbes Magazine Ranking:

Forbes gibt sein Ranking alle zwei Jahre heraus und vertritt einen auf Return on Investment (RoI) basierten Ansatz, welcher die Kosten des MBA in Verhältnis zu dem dadurch erreichten Karrierefortschritt setzt. Das Forbes Ranking existiert seit 1999 und wurde zuletzt 2005 veröffentlicht.

MBA / Master of Business Administration - was bringt der Titel?

Montag, März 10th, 2008

Was der MBA wirklich bringt, diese Frage werden sich wohl so einige Studenten und auch Berufspraktiker stellen, die entweder die Möglichkeit haben, im Rahmen ihres Studiums den MBA noch mitzunehmen oder nach einer bestimmten Zeit der Berufstätigkeit einfach weiter kommen möchten. Generell bleibt leider immer noch zu sagen, dass der MBA hierzulande noch nicht die gewünschte Akzeptanz erfährt, die er eigentlich aufgrund der Umstellung der Studiengänge auf die Bachelor- und Masterabschlüsse, erhalten sollte. Vielen Personalern fällt auch noch die Akzeptanz von Bachelor-Absolventen schwer, weil sie noch nicht so recht wissen, wie sie sie gehaltstechnisch einstufen sollen - da nützt es dem Bewerber auch nichts, noch so viele Soft Skills wie Soziale Kompetenz, Führungskompetenz, kommunikative Kompetenz etc. mitzubringen.
Hinter vorgehaltener Hand behauptet man sogar noch, die Bachelors seien nichts anderes als bessere Industriekaufleute. Wer schon einen Bachelor nicht akzeptieren kann, wie soll er dann einen MBA akzeptieren? Bachelor und MBA sind Begriffe aus dem angelsächsischen Raum und auch genau dort sind sie zu Hause und anerkannt. Dort kann man mit unserem Diplom und Magister auch nur recht wenig anfangen. Ist Deutschland bzw. die deutsche Wirtschaft in der Breite und Masse der Firmen für den MBA einfach noch nicht bereit? In Unternehmen, die angelsächsischen Ursprungs sind, hat sich der Master of Business Administration als hochwertiger und anerkannter akademischer Titel in den meisten Fällen etablieren können, aber noch nicht immer in der sonstigen Industrie. Hier hat man mit einem Doktortitel häufig noch immer die besseren Karten. Hier meint man wenigstens zu wissen, wen und was man sich ins Haus holt. Jemand Promoviertes genießt hier in Deutschland noch immer deutlich mehr Ansehen, als ein Kandidat mit MBA.
Wer plant, seinen beruflichen Schwerpunkt ins englischsprachlige Ausland zu verlegen, für den ist der MBA sicherlich die bessere Alternative. Wenn er dann nach einigen Jahren Auslandserfahrung wieder nach Deutschland zurückkommt, wird er sicherlich trotz MBA keine schlechten Chancen haben, wieder eine Stelle zu finden. Wer aber weiß, dass es ihn niemals ins Ausland ziehen wird oder er nicht in internationalem Konzern-Kontext arbeiten will, weil er eventuell hier schon seinen familiären Mittelpunkt hat, sollte lieber auf ganz konventionelle Weise promovieren und mit einem Doktortitel trumpfen - so schien es zumindest in der Vergangenheit. In der Zukunft wird sich das zugunsten des MBA-Titels wohl ändern. Dieses Blog berichtet in Ergänzung zu unserem MBA-Ratgeber rund um den Master of Business Administration.